Dienstag, 19. August 2008

18.08. Montag...

…wenn die erste Woche in Alaska schon unbeschreiblich war, weiß ich beim besten Willen nicht wie ich die zweite beschreiben soll…so hab ich mir Alaska vorgestellt…und meine Erwartungen wurden noch übertroffen…also seit vorbereitet…holt euch was zu trinken…es wird länger…
Letzten Montag gings ein bisschen verspätet aus Anchorage weg…haben uns erst so gegen 2 Uhr aufn Weg Richtung Highway gemacht, da wir noch ein paar Sachen erledigen mussten…was mehr Zeit in Anspruch genommen hat, als wir eigentlich dachten…war wohl ein bisschen zu spät…Haben zwar nicht lange gewartet, doch leider ging unsere erste Mitfahrgelegenheit nur bis nach Wasilla, was uns grad mal 40 Meilen gebracht hat…und es wurde nicht wirklich besser…Der nächste Typ hat uns bloß aus der Stadt raus gebracht, wo es angeblich einfacher sein sollte, nen Ride zu bekommen…Dort haben wir knapp ne Stunde gewartet bis uns ne Frau bis nach Houston mitgenommen hat…das liegt ungefähr “in the middle of nowhere“…mittlerweile waren es 7 Uhr und wir hatten noch nicht mal die Hälfte der Strecke zurückgelegt…haben dann erstmal aufgegeben und uns auf nem nahe gelegenen Campingplatz einquartiert um die Nacht dort zu verbringen…
Am nächsten morgen gings dann weiter nach Willow…wieder nur ein paar Meilen…war wohl einfach ne schlechte Woche zum trampen…von Willow sind wir dann wieder ein paar Meilen von nem Typen und seiner Tochter bis zum „Denali State Park Viewpoint South“ mit genommen worden…Da der Himmel wolkenlos war, haben wir nen einmaligen Blick auf Mt McKinley bekommen…haben dann ein paar Bilder gemacht und sind zurück zum Highway gegangen…und dann mussten wir über 2 Stunden warten…weiß auch nicht wo alle Autos auf einmal hin waren…die Stimmung war jedenfalls im Eimer…naja…wenigstens haben wir nen Schwarzbären gesehen, der völlig unbeeindruckt den Highway überquert hat…Irgendwann hat uns dann jemand für ein paar Meilen bis zu nem Campingplatz mitgenommen…dort haben wir noch mal über ne Stunde gewartet und uns die Zeit mit Frisbee spielen vertrieben…und als wir schon dachten wir müssten eine weitere Nacht außerhalb des Parks verbringen, wurden wir von Alice aufgegabelt, die zufällig aufm Weg in den Denali war…nochmal Glück gehabt...
Waren also nach fast 2 Tagen (für grad mal 220 Meilen) im Denali National Park angekommen…alleine wegen diesem Park bin ich eigentlich nach Alaska gekommen…
Haben dann zum Glück noch nen Campingplatz auf dem Hauptcampingplatz bekommen und konnten unser Zelt dort aufschlagen…Den Abend haben wir dann damit verbracht unsere Rucksäcke ein wenig zu erleichtern, indem wir noch ein paar Sachen in Schließfächern deponiert haben…
Am nächsten morgen gings dann zum „Wilderness Access Center“ um uns unsere Zugangsberechtigung für den Park zu holen…Wir mussten alle Lebensmittel in Sicherheitsbehältern verstauen, die es Bären unmöglich machen unser Essen zu klauen, und uns ein Video übers verhalten im Park ansehen…und dann gings auch schon los…
Sind mim Shuttlebus zu unserer Zone gefahren worden, die man im Center aussuchen konnte…leider hatten wir eine der schlechtesten erwischt…sehr unzugänglich und eigentlich nur durch ein Flussbett zu erschließen…haben dann versucht den Fluß zu überqueren…und da Joel die Stelle aussuchen wollte, wo wir rüber gehen, ist er auch als erster rüber…und gleich mal mit Sack und Pack reingefallen…die Temperatur des Wassers lag bei knapp über 0°C und die Temperatur außerhalb war auch nicht allzu viel über 10 °C was sie Sache nicht grad angenehmer gemacht hat…zum Glück hatten wir noch Sachen zum wechseln dabei…Haben dann versucht, das Gebiet aufm Landweg zu erkunden, was sich allerdings auch nicht als viel einfacher heraus stellte…sehr sumpfig und die Vegetation bestand vorwiegend aus hüft-hohen Büschen…da wir gegen 20 Uhr immer noch keinen gescheiten Platz für unsere Zelt gefunden hatten, haben wir uns entschlossen wieder zurück zum alten Campingplatz zu fahren…außerdem hatte Joels Rucksack bei dem Sturz ins Wasser was abbekommen, sodass sein Hüftgurt immer wieder aufging…und bei knapp 15 Kg is das dann alles nicht mehr so einfach…
Haben also eine weitere Nacht aufm Campingplatz verbracht…
Am nächsten Morgen wars dann nicht möglich, den Rucksack zu reparieren…deshalb haben wir uns entschieden, auf Campingplätze im Park auszuweichen und nur Tageswanderungen zu unternehmen…und das war am Ende das Beste was uns passieren konnte…Bevor uns das Shuttle abgeholt hat, haben wir noch ein bisschen die Umgebung rund um den Eingangsbereich erkundet…dort sind einige schöne Wanderwege angelegt worden…der Rest des Parks ist ohne Trails auf eigene Faust zu durchwandern…
Sind also Mittags zu unserem ersten Campingplatz im Park gefahren worden…haben schnell das Zelt aufgebaut, unsere Kameras geschnappt und schon gings los…Sind einem Flusslauf in südlicher Richtung gefolgt und durch wunderschöne Landschaften gewandert…unvergesslich…und zu guter letzt haben wir auch noch ein Karibu gesehen…grad mal 20 Meter von uns entfernt…zurück am Zeltplatz bekamen wir dann auch noch sehr seltenen Besuch von einem Luchs…leider wars zu dunkel um ihn ordentlich zu fotografieren…endlich wars so wie wir uns das vorgestellt hatten…dieser Tag war einer der Besten in den letzten 3 Monaten…ja…schon 3 Monate seitdem ich Deutschland das letzte mal gesehen hab…und die Zeit vergeht viel zu schnell…Wahnsinn…
Freitag wollten wir dann eigentlich am Morgen einen weiteren Hike starten…doch leider sind wir nicht sehr weit gekommen…nach knapp ner Stunde gings ans überqueren eines Bachs…ich bin ja schon nicht der sportlichste…aber ich habs geschafft drüber zu springen…aber Joel hats glaub ich nicht mim Wasser…ist bei der Landung ausgerutscht und hat sich das Bein und seine Hose an nem Ast aufgeschlitzt…somit war die Tour erstmal abgesagt…Nachdem er sein Bein am Campingplatz versorgt hatte, sind wir mim Bus weiter zu unserem neuen Campingplatz gefahren…Joel war dann allerdings die Lust auf ne weitere Wanderung vergangen…somit bin ich alleine für ein paar Stunden losgezogen und kam wieder in den Genuss von unglaublichen Ausblicken…
Zurück am Zeltplatz haben wir dann unsere letzte Malzeit im Denali genossen…Knorr Fertiggerichte…mmhhhh…lecker…
Die Tage im Denali waren zwar nicht immer ganz einfach, aber sie werden unvergesslich bleiben…wir hatten super viel Spaß und haben bis auf Wölfe alle Tiere im park gesehen…Elche, Karibus, Füchse, Adler und natürlich Grizzly Bären…die waren allerdings immer ziemlich weit weg…
Samstagmorgen gings dann gemütlich ans aufräumen und ans zusammenpacken…gegen Mittag sind wir dann zurück zum Haupteingang…nach ein bissen Wäsche waschen und ner dusche gings dann zurück zum Highway um nen Ride nach Fairbanks zu bekommen…und den bekamen wir auch…ein Ehepaar hat uns mitgenommen…da kein Platz mehr in der Kabine frei war, mussten wir mit der Ladefläche vorlieb nehmen…und es war der geilste Ride ever…super witzig…und von der Landschaft bekommt man auch mehr mit…
In Fairbanks haben wir dann in nem Hostel eingecheckt…geschlafen wurde in so genannten Cabins…zwar in Betten, aber im Schlafsack…des einzig schlechte an diesem Hostel war, dass es nich grad zentral lag…und man musste die Duschen zahlen…50 Cent die Minute…ziemlich teuer…
Sonntag sind wir dann mim Rad nach Downtown Fairbanks gefahren…(es fährt kein Bus am Wochenende in Fairbanks…was uns eigentlich schon alles über die Stadt hätte wissen lassen müssen)...unser erster Halt war der „Pioneer Park“…eine Art Vergnügungspark…allerdings mit uns als einigste Besucher…naja nicht ganz…aber mehr als 20 Leute waren da nich…und in Downtown wurde es auch nicht besser…man ist diese Stadt tot…echt langweilig…kaum Geschäfte, kaum Bars, kaum Restaurants…nach knapp ner Stunde hatten wir genug und sind wieder zurück zum Park um ne Runde Minigolf zu spielen…Zeittotschlagen in Fairbanks…
Zurück im Hostel gabs dann ne weitere Partie Frisbee, die bis knapp 10 Uhr am Abend gedauert hat…haben wir den Tag also doch rum bekommen…Zum Abschluss dieser 2 Tage in kann bleibt mir eigentlich nur eins zu sagen…Fairbanks sucks…
Heute wollten wir eigentlich mim Bus zurück nach Anchorage fahren…aber da fliegen billiger war haben wir anstatt 8 Stunden nur knapp 45 Minuten gebraucht…und komfortabler wars auch…
Und nun sitz ich hier seit geraumer Zeit und versuche alle Eindrücke in die richtige Reihenfolge zu bringen und meine Bilder ins Internet zu stellen…die Verbindung ist noch unzuverlässiger als die Deutsche Bahn…ich flipp gleich aus…

Ihr hört von mir…


Denali Nationalpark

Montag, 11. August 2008

10.08. Sonntag...

…wow…ich weiß nicht so richtig wie ich die letzten Tage beschreiben soll…es war unbeschreiblich…einfach der Wahnsinn...
Die ersten beiden Tage in Anchorage sind zu vernachlässigen…die Stadt ist nicht sehr groß und nicht allzu spektakulär…haben noch ein paar Sachen fürs Campen besorgt und uns ein bisschen informiert…allerdings ist das informieren hier nur für den reicheren Teil der Gesellschaft…denn man bekommt Touren zu horrenden Preisen angeboten…und die Touren sind nicht mal gut…viele Leute in einem Bus oder auf nem Schiff…das ists meistens…
Haben uns dann entschieden, unsere Reise spontan zu gestalten…
Sind also Mittwoch morgen los zum Highway um nach Süden zu trampen…nach knapp 15 Minuten sind wir von Rick in seinem kleinen Leihwagen aufgegabelt worden…alle unsere Sachen irgendwie ins Auto gequetscht und los gings nach Seward…die Fahrt war schon atemberaubend…sehr schöne Landschaft…haben dann auch relativ häufig gestoppt um Bilder machen zu können…Rick war da sehr kooperativ…hat uns außerdem unser Mittagessen (Cheesburger mit Pommes) ausgegeben…doch irgendwann ist auch sie schönste Fahrt zu Ende…und nach knapp 3 Stunden waren wir in Seward…und Seward ist der Wahnsinn…umgeben von schneebedeckten Bergen und dem Golf von Alsaka…umwerfende Lage…und dazu noch absolutes Traumwetter…sind dann ein bisschen durch den Hafen geschlendert und haben unsere Gletscher Tour für den nächsten Tag gebucht…unser Zelt haben wir auf einem kleinen Zeltplatz am Wasser aufgeschlagen…nachdem unsere Kochausrüstung die erste Bewährungsprobe überstanden hatte, sind wir noch ein bisschen durch die Stadt geschlendert und haben Bilder gemacht…denn hier ist es ja bis knapp 12 Uhr noch ziemlich hell…
Die erste Nacht im Zelt war ziemlich entspannt…meine Ausrüstung verrichtet ihren Dienst auch draußen…gut zu wissen…Auf gings also zu unserer Tour…und die war ihr Geld alle mal wert…Neben Adlern, Ottern und Seehunden haben wir sogar Wale gesehen…und natürlich einen der größten Gletscher in Alaska…
Sind dann nach der Tour zu nem anderen Campingplatz gegangen und haben dort im Wald gecampt…war am morgen zwar ein bisschen kälter als am Wasser, aber dafür war der Weg nicht so weit zu einem anderen Gletscher, den wir uns dann am Donnerstag angeguckt haben…man kam sogar ziemlich nah dran…leider hat die Zeit nicht gereicht, um den kompletten Berg zu erklimmen um einen Blick über das komplette Icefield zu genießen…naja...man kann nicht alles haben…
Wollten danach dann eigentlich nach Homer trampen…aber es hat angefangen zu regnen und war auch schon recht spät, sodass wir ne weitere Nacht in den Wäldern rund um Seward verbracht haben…
Dafür hatten wir am nächsten morgen mehr Glück…nach knapp 30 Minuten konnte uns ein Typ mit nach Soldotna nehmen, was ungefähr auf halbem Weg nach Homer lieg…von dort haben uns dann Darleen und Betty aus Pennsylvania bis nach Homer mitgenommen…die Fahrt war ziemlich amüsant und am Ende sprang auch wieder ein Essen bei raus…Homer an sich war nicht so schön wie Seward…aber dafür war der Campingplatz ziemlich cool…haben direkt am Strand geschlafen…und es war nicht mal kalt…leider hats ein bisschen angefangen zu Regnen…aber das Zelt ist ziemlich gut, sodass alle Sachen trocken geblieben sind…
Heute morgen gings dann zurück nach Anchorage…allerdings hats alles ein bisschenlänger gedauert als gedacht…denn leider mussten wir in Homer doch sehr lange auf einen Lift warten…und der ging auch wieder nur bis Soldotna…von dort gings dann wieder nach Sterling…was nur 20 Meilen sind…aber besser als nix…in Sterling haben wir dann zum Glück recht schnell jemanden gefunden, der uns nach Anchorage mitgenommen hat…
Sind jetzt also für 1 Nacht zurück im Hostel…morgen geht’s nach Norden…Denali Nationalpark und Fairbanks…die Idee mim Auto mieten ist gestrichen…Trampen ist hier super einfach und auch wesentlich billiger…
Bilder sind jetzt soweit alle online...werd jetzt meinen Laptop wieder für 10 Tage wegschließen, da ich den nicht schleppen möchte…Neuigkeiten gibt’s also erst wieder in einigen Tagen…

Ihr hört von mir…

Seward und Homer

10.08. Sonntag...

…wow…ich weiß nicht so richtig wie ich die letzten Tage beschreiben soll…es war unbeschreiblich…einfach der Wahnsinn…ok…ich fang mal an…
Die ersten beiden Tage in Anchorage sind zu vernachlässigen…die Stadt ist nicht sehr groß und nicht allzu spektakulär…haben noch ein paar Sachen fürs Campen besorgt und uns ein bisschen informiert…allerdings ist das informieren hier nur für die wirklich reichen Leute…denn man bekommt Touren zu horrenden Preisen angeboten…und die Touren sind nicht mal gut…viele Leute in einem Bus oder auf nem Schiff…das ists meistens…
Haben uns dann entschieden, unsere Reise spontan zu gestalten…
Sind also Mittwoch morgen los zum Highway um nach Süden zu trampen…nach knapp 15 Minuten sind wir von Rick in seinem kleinen Leihwagen aufgegabelt worden…alle unsere Sachen irgendwie ins Auto gequetscht und los gings nach Seward…die Fahrt war schon atemberaubend…sehr schöne Landschaft…haben dann auch relativ häufig gestoppt um Bilder machen zu können…Rick war da sehr kooperativ…hat uns außerdem unser Mittagessen (Cheesburger mit Pommes) ausgegeben…doch irgendwann ist auch sie schönste Fahrt zu Ende…und nach knapp 3 Stunden waren wir in Seward…und Seward ist der Wahnsinn…umgeben von schneebedeckten Bergen und dem Golf von Alsaka…umwerfende Lage…und dazu noch absolutes Traumwetter…sind dann ein bisschen durch den Hafen geschlendert und haben unsere Gletscher Tour für den nächsten Tag gebucht…unser Zelt haben wir auf einem kleinen Zeltplatz am Wasser aufgeschlagen…nachdem unsere Kochausrüstung die erste Bewährungsprobe überstanden hatte, sind wir noch ein bisschen durch die Stadt geschlendert und haben Bilder gemacht…denn hier ist es ja bis knapp 12 Uhr noch ziemlich hell…
Die erste Nacht im Zelt war ziemlich entspannt…meine Ausrüstung verrichtet ihren Dienst auch draußen…gut zu wissen…Auf gings also zu unserer Tour…und die war ihr Geld alle mal wert…Neben Adlern, Ottern und Seehunden haben wir sogar Wale gesehen…und natürlich einen der größten Gletscher in Alaska…
Sind dann nach der Tour zu nem anderen Campingplatz gegangen und haben dort im Wald gecampt…war am morgen zwar ein bisschen kälter als am Wasser, aber dafür war der Weg nicht so weit zu einem anderen Gletscher, den wir uns dann am Donnerstag angeguckt haben…man kam sogar ziemlich nah dran…leider hat die Zeit nicht gereicht, um den kompletten Berg zu erklimmen um einen Blick über das komplette Icefield zu genießen…naja...man kann nicht alles haben…
Wollten danach dann eigentlich nach Homer trampen…aber es hat angefangen zu regnen und war auch schon recht spät, sodass wir ne weitere Nacht in den Wäldern rund um Seward verbracht haben…
Dafür hatten wir am nächsten morgen mehr Glück…nach knapp 30 Minuten konnte uns ein Typ mit nach Soldotna nehmen, was ungefähr auf halbem Weg nach Homer lieg…von dort haben uns dann Darleen und Betty aus Pennsylvania bis nach Homer mitgenommen…die Fahrt war ziemlich amüsant und am Ende sprang auch wieder ein essen bei raus…Homer an sich war nicht so schön wie Seward…aber dafür war der Campingplatz ziemlich cool…haben direkt am Strand geschlafen…und es war nicht mal kalt…leider hats ein bisschen angefangen zu Regnen…aber das Zelt ist ziemlich gut, sodass alle Sachen trocken geblieben sind…
Heute morgen gings dann zurück nach Anchorage…allerdings hats alles ein bisschenlänger gedauert als gedacht…denn leider mussten wir in Homer doch sehr lange auf einen Lift warten…und der ging auch wieder nur bis Soldotna…von dort gings dann wieder nach Sterling…was nur 20 Meilen sind…aber besser als nix…in Sterling haben wir dann zum Glück recht schnell jemanden gefunden, der uns nach Anchorage mitgenommen hat…
Sind jetzt also für 1 Nacht zurück im Hostel…morgen geht’s nach Norden…Denali Nationalpark und Fairbanks…die Idee mim Automieten ist gestrichen…Trampen ist hier super einfach und auch wesentlich billiger…
Würd gern mehr Bilder online stellen…aber leider ist die Verbindung ziemlich schlecht…naja…wird jetzt meinen Laptop wieder für 10 Tage wegschließen, da ich den nicht schleppen möchte…Neuigkeiten gibt’s also erst wieder in einigen Tagen…

Ihr hört von mir…

Seward und Homer

Mittwoch, 6. August 2008

05.08. Dienstag...

...jetzt heißt es "into the wild"...werd meinen Laptop für die nächsten Tage in Anchorage lassen während ich im Süden des Landes rumreise...ich weiß nicht wo...ich weiß nicht wie...ich weiß nicht wie weit...super geil...
Hitchhike for life...

I don't know when you will hear something about me...

Montag, 4. August 2008

03.08. Sonntag...

…meine Isomatte und mein Schlafsack haben ihre erste Bewährungsprobe gut überstanden…auch wenn ich jetzt schon weiß, dass der Reißverschluss vom Schlafsack in 3 Wochen kaputt sein wird…aber naja…war halt günstig…
Bin dann heut morgen nachem Frühstück auch gleich Richtung Downtown gezogen…erste Station war die Space Needle, die anlässlich der Weltausstellung 1962 errichtet wurde…leider war die Schlange am Aufzug dann doch ein bisschen zu lang, sodass ich nicht hoch gefahren bin…bin dann weiter zum Public Market gezogen um mir von dort aus dann die Innenstadt genauer anzuschauen…bin durch einige Shops gelaufen und konnte der Kaufsucht noch so grade widerstehen…denn verdammt…hier sind die Klamotten soooooo super günstig…das geht gar nicht klar…aber der Hintergedanke „ich muss den Krempel in Alaska auf meinem Rücken schleppen“ hat mich noch mal abgehalten…aber sobald ich in San Francisco bin, wird die Kreditkarte gnadenlos überzogen…
Hab mich dann für ne Undergroundtour angemeldet…1889 brach in Seattle ein Feuer aus, dass die Stadt und ihre Holzgebäude fast vollständig zerstörte…Nach dem Brand beschloss die Regierung, die Stadt wieder neu aufzubauen...allerdings durften dafür nur noch Steine verwendet werden…Holz war tabu…außerdem beschloss die Regierung, dass die Stadt aufgrund ständiger Überflutungen um ein „Stockwerk“ angehoben wird…Es wurden also knapp 3 Meter hohe Mauern zwischen der Straße und den Bürgersteigen errichtet…der raum, wo vorher die Straße war, wurde mit allem Möglichen aufgefüllt, sodass die Straße knapp 3 Meter über den Gehwegen verlief…da das anheben aber länger dauerte als die Gebäude neu zu errichten, mussten die Bürger zu beginn an der einen Seite der Straße mit Leitern rauf klettern, die Straße überqueren und dann an der anderen Seite wieder runter klettern…warum einfach, wenn man’s auch kompliziert machen kann…Die neune Gebäude wurden so errichtet, dass man später problemlos den 2. Stock als Erdgeschoss benutzten konnte…Nachdem die Straßen dann fertig gestellt waren, wurde also alles vom ehemaligen Erdgeschoss in den 2 Stock verfrachtet…der somit entstandene „Underground“ wurde als Keller benutzt und verkam später immer mehr zum Rotlichtviertel und zum Treffpunkt zwielichtiger Gestalten…bis die Regierung dem ein Ende setzte…heute sind nur noch einige Teile zu besichtigen…der Rest wurde fast komplett zugeschüttet…
Weiter gings dann zum Baseball und Football Stadion und wieder zurück zum Public Market, wo ich dann doch nicht widerstehen konnte und mir ne neue Kappe gekauft hab…und ich kenn auch 3 die mich darum schwer beneiden werden…hahahah
Jetzt sitz ich grad wieder in Erics Wohnzimmer und wird jetzt gleich mal mein Bett wieder aufbauen…

Ihr hört von mir…

Seattle

Sonntag, 3. August 2008

02.08. Samstag...

…nachdem es gestern Abend doch ein bisschen später geworden ist, klingelte der Wecker heut morgen ein bisschen zu früh…aber zum Glück hatte ich soweit schon alles gepackt…deshalb konnte die „Snooze“-Taste dann doch ein bisschen öfter gedrückt werden…Aber irgendwann musste ich dann doch aufstehen und mich zum Bus aufmachen, der mich laut Fahrplan in knapp 3,5 Stunden nach Seattle bringen sollte…laut Fahrplan wohlgemerkt…denn an der Grenze zu den USA war dermaßen viel los, dass wir alleine für die Überschreitung und die Passkontrolle fast 3 Stunden gebraucht haben…zum Glück hatte ich ein Buch und meinen Ipod…sonst wäre ich wohl ausgerastet…
Die Grenzkontrolle war recht easy…ich so viele bescheuerte Fragen, wie ich erwartet hatte…die wollten lediglich wissen, was ich in den USA mache…aber da ich das selber nicht so richtig weiß, war das Thema schnell durch…dann noch ein paar Fragen unter welcher Adresse ich denn zu erreichen wäre…selbes Spiel…keine Ahnung…mach endlich den Stempel in meinen Pass rein du Depp…und die beste Frage…waren Sie zwischen 1933 und 1945 an der Verfolgung der Juden beteiligt oder Anhänger der Nazis…man du Vogel…mach die Augen auf…seh ich aus wie 80???...nachdem ich dann dem Land der unbegrenzten Möglichkeiten noch 6$ für mein Visum spendiert hatte, konnte es dann auch endlich weiter gehen…
In Seattle angekommen, gings dann auf die Suche nach der Wohnung meines Couchsurfing-Hosts…wohnt knapp 15 Minuten Fußweg von Downtown entfernt…und scheint ziemlich cool drauf zu sein…Er spricht sogar absolut akzentfreies Deutsch…schon bewundernswert für nen Amerikaner…Hat mir dann ein paar Schlüssel für seine Wohnung gegeben und ist zu ner Mottoparty losgezogen...er hatte mir auch angeboten mitzukommen, aber da die Party unter dem Motto „Pompeji“ steht, hab ich dann doch abgelehnt und bin ein bisschen durch die Stadt gezogen…gefällt mir ziemlich gut…bin bis zum Pier runter gelaufen und hab die ersten Blicke auf die weltberühmte „Space-Needle“ ergattert…
Bisher kommen mir die Staaten verdammt billig vor…hier bezahlt man für ein „Footlong“ Subway 5$...egal welches…das sind ein bisschen mehr als 3€…
Jetzt sitz ihr hier in Erics Wohnung und gucke seiner Schlange zu, wie sie ne Ratte frisst…cool…

Ihr hört von mir…

Samstag, 2. August 2008

01.08. Freitag...

…nun heißt es also „Goodbye Vancouver“…nach knapp 2,5 Monaten verlasse ich morgen die Metropole an der Westküste Kanadas Richtung USA…War ne schöne Zeit und ich hab viele neue Freunde gefunden und interessante Menschen kennen gelernt…aber jetzt wird es Zeit lebe wohl zu sagen und ein neues Abenteuer in Angriff zu nehmen…
Die letzte Woche hab ich eigentlich damit verbracht, Besorgungen für Alaska zu machen…hatte mir ja letzten Samstag ein Zelt gekauft…leider stellte sich das als kompletter Fehlkauf heraus…hab mir also heute ein Zelt von meinem Chef geliehen, dass ich ihm im September zurück gebe…sollte für mich und Joel eigentlich ausreichen…
Außerdem war heute mein letzter Arbeitstag…hat mir echt Spaß gemacht, für Dave zu arbeiten…war super abwechslungsreich und hab ziemlich viel gelernt…wer weiß wofür das noch mal gut ist…außerdem hab ich doch ganz schön viel Geld verdient…und ich weiß auch schon wofür das gut ist…Tino, den ich letztes Jahr in Deutschland schonmla getroffen habe, übernimmt übrigens meinen Job…so kann Dave wenigstens sein Deutsch verbessern, wenn ich nicht mehr da bin…
Hab mir am Donnerstag ne neue Kamera gekauft…knapp 125 Euro für ne Kamera, die es in Deutschland noch nicht mal gibt…eigentlich super günstig…nur irgendwie unpassend, da meine Alte ja grad mal 4 Monate alt war…
Des Weiteren laufen die Planungen für die Westküste auf Hochtouren…wenn alles so funktioniert wie ich es mir vorstelle (d.h. man kann sich das Ticket ausdrucken), kauf ich mir für Ende August Karten für ein NASCAR Rennen in Kalifornien in der Nähe von LA…muss ich die Tage mal anrufen…sollte aber eigentlich klappen…ansonsten muss ich es mir halt zu meinem Chef schicken lassen und der leitet es dann weiter…naja…läuft…
Heute ist es mal wieder später geworden, denn der letzte Tag will natürlich ordnungsgemäß gefeiert werden…leider entspricht die Musik in den meisten Clubs nicht meinem Geschmack…denn die hören hier fast nur Rock…was eigentlich nicht schlecht ist…aber bitte nicht in der Disco…außerdem machen die hier ihre Clubs ja eh dicht, wenns in Deutschland erst richtig los geht…naja…bin mal gespannt, was Amerika so kann…
Wird mich jetzt mal ins Bett verkrümeln, da es hier fast 2 Uhr ist und ich um 8 schon wieder raus muss, um den Bus nach Seattle zu bekommen...

Ihr hört von mir...